Aktuelles

Pressespiegel:                                                   

 .

WN 8.2.20

 (WN 26.03.20)

 

Dreingau 200328

  RN_200409

 

 

 

 

Schaufenster-Museum. Der Mai ist gekommen!

Das Museums-Schaufenster im Museum Heimathaus widmet sich im Mai zum einen der Marienverehrung – ausgedrückt in einem typischem Marienaltar und zum anderen den im Mai üblichen geselligen Veranstaltungen. Dafür stehen symbolisch ein paar prächtige alte Bowlengefäße und Maigrün.

In vielen Dörfern und Städten wird der Beginn des Wonnemonats mit einem Maitanz, einem Maigang oder dem Aufstellen des Maibaumes gefeiert. Wenn Feste gefeiert werden, stoßen wir auch gern an. Besonders beliebt ist im Wonnemonat die Maibowle. Neben Alkohol ist Waldmeister, der der Maibowle ihren charakteristischen Geschmack verleiht, ein wichtiger Bestandteil. Erfunden wurde sie im Jahr 854 im Kloster Prüm vom Benediktinermönch Wandalbertus, der sie als medizinisches Getränk zur Stärkung von Herz und Leber kreierte.

Aber der Mai hat auch eine besondere Bedeutung innerhalb des Kirchenjahres.

 „Als schönster Monat des Jahres ist der Mai seit alter Zeit der "schönsten aller Frauen" geweiht. Mit frischen Blumen geschmückte Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition. Man vermutet, dass die ersten Maiandachten Ende des 18. Jahrhunderts in Italien stattfanden. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich diese Frömmigkeitsform.“ heißt es bei Kirche+Leben. „In den 1840er Jahren kamen Maiandachten auch im Bistum Münster auf – und sie sind bis heute eine beliebte Andachtsform. In etlichen Gemeinden der Diözese treffen sich Gläubige in Kirchen, aber auch an Bildstöcken, Wegkreuzen und in Kapellen, um eine Maiandacht zu feiern.“

Eine Andacht ist nichts anderes als ein Wortgottesdienst. Der Name Maiandacht stammt daher, dass diese Marienandachten typischerweise im Monat Mai stattfinden. Für diese Andachten wird ein Marienbild oder eine Marienstatue besonders feierlich geschmückt. In vielen Familien war es früher Brauch, einen eigenen Marienaltar im Haus oder in der Wohnung aufzustellen und sich mit der Familie davor zu versammeln, um den Rosenkranz zu beten.  Aus dem Jahre 1935 stammt ein Maiandachts-Büchlein von Pfarrer Joseph Willmes mit Andachtsübungen für jeden Tag des Maimonats.

Die Marienverehrung hat in Herbern eine lange Tradition. 1851 wurde die Marianische Junggesellenkongregation (Jünglingssodalität) in der Pfarre St. Benedikt in Herbern gegründet und 1875 die entsprechende Jungfrauenkongregation, wie sich in der Kirchengeschichte von St. Benedikt nachlesen lässt.

 „Die Marianische Jungfrauenkongregation hat den Zweck, in ihren Mitgliedern eine besonders innige Andacht, Ehrfurcht und Liebe zur seligsten Jungfrau Maria zu pflegen“. heißt es dort in den Statuten.

 

 

BU Bowle: Ein fröhliches Gemüth und edler Wein                                                                 Die mögen hier oftmals beisammen sein

So lädt der Spruch auf dem Steingutgefäß von 1889 zur Maibowle ein. Die darauf abgebildeten Götter und auch der Mönch segnen den Genuss ab. Die Burgen auf dem zweiten Gefäß erinnern daran, woher der edle Wein für die Bowle stammt, nämlich von Rhein und Mosel.

 

BU: Madonna: Für Maiandachten wird ein Marienbild oder eine Marienstatue besonders feierlich geschmückt

 

 

Marienmonat Mai oder warum im Schaufenster-Museum des Heimathauses im Mai ein Marienaltar ausgestellt ist.

Verschwunden ist der Maialtar, der in früheren Zeiten in fast jeder katholischen Familie des Münsterlandes, so auch hier in Herbern, eine Marienfigur mit frischen Maiglöckchen, Stiefmütterchen oder Waldmeister präsentierte. Daran soll der kleine Marienaltar und das Muttergottesbild im Schaufenster-Museum des Heimathauses in Herbern erinnern.

Die Gottesmutter wurde immer schon besonders verehrt und aus diesem Geiste heraus entstanden die Marianischen Kongregationen (Sodalitäten). In Herbern – so konnte der Heimatforscher Egon Zimmermann in den Dokumenten des Pfarrarchivs von St.Benedikt nachlesen - gab es sogar drei Sodalitäten: Die Jünglingssodalität (1851 – 1956), die Jungfrauensodalität und die Männersodalität, die jeweils hunderte von Mitgliedern hatten. In der Regel musste man einmal im Monat eine besondere, gemeinsame Messe besuchen und gemeinsam kommunizieren, außerdem täglich - meistens abends - vor einem Heiligenbild ein Gebet verrichten und an den regelmäßigen, meist monatlichen Versammlungen teilnehmen. Die Mitgliedschaft wurde in Vereinslisten erfasst, ebenso der gezahlte Monatsbeitrag. Auch der Grund des Ausscheidens wie Heirat, Wegzug, Tod (durch Ertrinken, wie es in einem Fall heißt) und Ausschließung z.B. (wegen eines ärgniserregenden Lebenswandels) wurde penibel aufgeführt. Wie aus den Archivunterlagen hervorgeht, hat man bei Umzügen von Mitgliedern sehr genau darauf geachtet, dass besagtes Mädchen an dem neuen Ort lückenlos der dort ansässigen Kongregation übergeben werden konnte und zwar mit Hilfe eines Führungszeugnisses. Dieses Zeugnis war mit Ornamenten und einer Darstellung der Himmelfahrt Mariens prächtig gestaltet, wie man auf einer Original-Grafik aus dem Pfarrarchiv erkennen kann.

Der Sinn dieser Kongregationen bestand darin, die Mitglieder zu tugendhaftem, gottgefälligem Leben anzuhalten. So heißt es bei der Männersodalität: Der Mann weiht sich „der Mutter Gottes … und verspricht seiner mächtigen Herrin … mannhaften Einsatz für das Reich ihres Sohnes“. Als Ergänzung erfolgte später noch die Gründung des „Vereins der christlichen Familien“, womit alle Gläubigen erfasst waren. Gewissermaßen als „Belohnung“ für die treue Mitgliedschaft konnte man unter genauestens festgelegten Bedingungen einen „Ablass“ erwerben, sowohl für Lebende - also auch für sich selbst - und für Verstorbene, d.h. der Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden. Das letzte Dokument im Pfarrarchiv von St. Benedikt zu den Marianischen Kongreationen ist eine bischöfliche Anfrage zu den Mitgliedern der Männersodalität aus dem Jahre 1960.                                                                                                                               Weitere Informationen zu diesem Thema unter http://history-st-benedikt.herbern.de/marianische%20Kongregationen%20in%20St.%20Benedikt,%20Herbern.pdf

 

Führungszeugnis einer jungen Frau, die von Herbern in eine andere Gemeinde verzog.

Eine Madonna oder ein Marienbild wurden früher den ganzen Mai hindurch mit Blumen geschmückt zu einem Hausaltar.

 

WA v. 11.05.20

 

 

RN v. 15.5.20

Mit den Tagebüchern von Heinz Rogge hat Egon Zimmermann – Heimatforscher und Vorsitzender des Heimatvereins Herbern – einen einmaligen Schatz gehoben und durch die Bearbeitung und Herausgabe auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heinz Rogge war zu Beginn seiner Aufzeichnungen 15 Jahre alt. Er schildert als gläubiger und praktizierender Katholik den Alltag in seiner Familie und im Dorf Herbern – aber auch Ängste und Hoffnungen von sich und seinen Zeitgenossen. Die insgesamt elf Tagebücher bezeugen vom Ende des Krieges in Herbern bis zur Nachkriegszeit Ende der fünfziger Jahre 1945 – 1958 jeweils das lokal-, landes- und weltpolitische Geschehen bis hin zum Wetter und Fußball. Deshalb sind diese Aufzeichnungen ein seltenes und wichtiges Zeitdokument.

„Rogge – ein junger Mann sucht seinen Weg in schwierigen Zeiten“ hat Egon Zimmermann sein neuestes Buch betitelt. Es ist für 13 Euro bei der Schreibwaren- und Buchhandlung Angelkort, Südstr. 13 in Herbern erhältlich.

 

 

 

 

  Kirche und Leben v. 15.05.20

 

 RN v. 26.05.2020

 

 

RN v. 03.05.20

Eine ausführliche Chronik über die Tätigkeit der Schwestern in Herbern kann man nachlesen unter: http://egonzimmermann.de/Chronik%20Krankenhaus_St.%20Joseph_web.pdf

 

 

 

This Web Page was Built with PageBreeze Free HTML Editor